Zusammenfassung Mediathek und Bildverwaltung

Beim Meetup im Juli haben wir in deutlich kleinerer Runde als sonst über die Mediathek und Bildverwaltung von WordPress diskutiert. Hierbei wurden vor allem eine Reihe von nützlichen Plugins und deren Vor- und Nachteile besprochen.

Zudem haben wir ein noch einmal auf ein paar Termine hingewiesen:
Am 24. August veranstalten wir einen Hackathon mit allen Interessierten, vom 5.-7. Oktober ist das große WordCamp Europe in Leiden (Niederlande) und am 9. November treffen wir uns alle in Berlin zum WP Camp.

Und als Besucher war Simon vom Meetup aus Frankfurt da, der alle WordPress-Meetups in Deutschland besucht.

Als erstes stellte Stephanie das Plugin Media Library Assistant vor, mit dem die Mediathek um viele nützliche Funktionen erweitert wird. Zum Beispiel Katgeorien und Tags oder die Unterstützung von EXIF-Daten. Im Anschluss wurde vor allem über die SEO-Bedeutung von guten Bild-Dateinamen gesprochen und ob das Plugin die Dateinamen womöglich umschreibt.

Danach stellte Ralf das Plugin Resize Image After Upload. Damit werden alle Uploads beim Hochladen klein gerechnet. So wird verhindert, dass riesige Bilder in Originalgröße eingebunden werden und so die Geschwindigkeit des Blogs senken und den Speicherplatz verschwenden. Zum Beispiel weil ein Laien-Benutzer die Bilder direkt von der Digitalkamera hochlädt.

Für die Bildoptimierung wurden noch die Webservices Optimus von Sergej Müller und Smushit von Yahoo! erwähnt.

Leider bietet WordPress keine einfache Möglichkeit ein Bild aus der Mediathek auszutauschen. Gut, dass es mit Enable Media Replace ein Plugin gibt, dass diese Funktion nachrüstet. Safari (und alle iOS-Devices) unterstützen zum Beispiel keine Umlaute im Dateinamen. Wenn nun ein unbedarfter Nutzer eine Datei mit Unmlauten hochgeladen hat, kann über das Plugin die Datei leicht ausgetauscht werden. Wir der Dateiname dabei geändert, so ersetzt das Plugin automatisch alle Aufrufe des Bildes mit dem neuen Dateinamen.

Bei dem Umzug mit einer WordPress-Seite ist es manchmal nicht möglich den Import des Upload-Ordners vorzunehmen. Mit dem Plugin Add from Server lassen sich leicht die Dateien vom Server in die Mediathek importieren. Vladimir aka Perun hat das Plugin erst kürzlich in seinem Blog vorgestellt.

Um die Thumbnails neu zu berechnen, haben wir schon bei unserer großen Plugin-Runde auf Regenerate Thumbnails und Ajax Thumbnail Rebuild hingewiesen. Damit kann für die gesamte Mediathek oder einzelne Bilder die Thumbnail-Erstellung nochmal angeworfen werden. Praktisch, wenn man neue Größen hinzugefügt hat und nun die Thumbnails für die bestehenden Bilder braucht.

Dann sprach Friedhelm das Problem der Videoformate an. Als beste Lösung wurde Mediaelement.js vorgestellt. Diese Lösung wird ab WordPress 3.6 auch im WordPress-Core enthalten sein. Wer einen Podcast (egal Audio oder Video) betreiben möchte, den sei der Podlove Player ans Herz gelegt. Er basiert auf Mediaelement.js und erweitert den Player um einige sehr nützliche Funktionen. Vor allem, aber nicht nur, für Podcaster.

Alternativ können Videos auf Vimeo oder YouTube gehostet werden. Mit einem Vimeo Plus-Account können auch die Domains eingeschränkt werden, auf denen das Video eingebettet werden kann. Mit YouTube lässt sich dasselbe erreichen, indem das Einbetten deaktiviert wird. Sowohl Vimeo als auch YouTube nutzen den nativen HTML5-Videoplayer, wenn möglich.

Dann kamen wir nochmal zurück auf die Mediathek und den Spezialfall Optimierung für Retina-Displays. Also Bildschirme mit höherer Pixeldichte. Gute Dienste leisten hier WP Retina 2x und Simple WP Retina. Wobei wir uns fragten, ob die Vergrößerung der Bilder für Mobilgeräte sinnvoll ist, wenn nicht zu unterscheiden ist, ob eine Wi-Fi-Verbindung existiert oder nur eine langsame Mobilfunk-Verbindung. In der „Mac and I“ gab es mal eine Lösung dafür, die leider nur kostenpflichtig erreichbar ist.

Danach sind wir etwas vom Thema abgekommen und haben über diverse Testmöglichkeiten gesprochen:
Für Browsertests gibt es Browserstack (kostenpflichtig) oder Browsershots. Aber auch hier ist ein Test mit dem Produkt selbst am besten. Für die ungeliebten IEs stellt Microsoft praktischerweise virtuelle Maschinen zur Verfügung.

Das Testen von mobilen Apps ist da schon schwieriger, insbesondere das Testen von touch-Events. Chrome bietet das direkt im Browser an, für Mozilla Firefox gibt es ein AddOn. Aber nicht vergessen, das Testen am Ende wieder zu deaktivieren …

Die beste Testumgebung ist aber immer noch das Gerät selbst, daher darf ein Hinweis auf das Open Device Lab nicht fehlen.

Leider fand sich niemand, der wusste, wie is_mobile eigentlich genau testet und ob ein Tablet ebenfalls erfasst wird. Würde ein is_tablet oder sogar ein is_touch Sinn machen? Vielleicht findet sich die Antwort hier in den Kommentaren. Meldet euch, wenn ihr Ideen oder Links dazu habt!

Der Abend endete mit einer Diskussion zum Thema Google Glass und Datenschutz. Ein Thema, dem wir uns in Zeiten von NSA, Prism und dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz sicher irgendwann nochmal genauer zuwenden werden.

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